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5.1. Was ist Autogene Drainage?
Die Autogene Drainage nach Chevaillier ist ein umfassendes Therapiekonzept zur Behandlung von Patienten mit Atemwegserkrankungen. Die Patienten lernen mit Hilfe von Atemtechniken den in den verschiendenen Lungensegmenten vorhandenen Schleim zu lokalisieren, zu lösen, ihn in den Lungenwegen nach oben zu transportieren und ihn dort schonend abzuhusten.
Durch unterschiedliche Atemtiefen, Modulation des Atemflusses und Gebrauch von Hilfsgeräten wie Flutter oder PEP wird dieser Vorgang so individuell auf den Patienten zugschnitten, dass eine gründliche Reinigung der Lunge ohne Zusammenfallen (Kollaps) der Bronchien erreicht wird.
Der Therapeut unterstützt diese Atemarbeit mit manuellen Hilfen.
Außerdem erlernt der Patient therapeutische Dehnstellungen zur Verbesserung der Brustkorb-Beweglichkeit und Vertiefung der Atembewegungen. Ziel ist es, eine optimale Belüftung der Lunge zu erreichen und so die Ansammlung von Schleim möglichst zu verhindern. Angepasst an die Möglichkeiten des Patienten erfolgt auch die Anleitung zu körperlicher Aktivität, um eine bestmögichste Funktion der Atempumpe zu erreichen. Bei Patienten mit Inhalationstherapie übt der Therapeut die korrekte Inhalationstechnik, um das Inhalieren effizienter zu gestalten.
Die Autogene Drainage ist für alle Patienten mit obstruktiven Lungenerkrankungen und Mukoviszidose geeignet und lässt sich mit allen Altersgruppen durchführen.
5.2. Was ist Reflektorische Atemtherapie?
Die Reflektorische Atemtherapie nach Dr. Schmitt und L. Brüne besteht in der manuellen Reizung von Druck-, Schmerz- und Dehnungsrezeptoren in der Haut, den Muskeln sowie der Knochenhaut. Durch diese Reize wirkt der Therapeut auf den Atemrythmus des Patienten ein. Es werden tiefere Atemzüge hervorgerufen, was u.a. zu einer Vergrößerung der Zwerchfellbewegung, Herabsetzen des Muskeltonus und allgemeiner Entspannung führt. Außerdem wird der Körper in seiner Eigenregulation unterstützt, so dass sowohl der Bewegungsapparat wie auch die Funktion der inneren Organe positiv beeinflusst werden. Die Behandlung umfasst neben den manuellen Techniken auch atemgymnastische Eigenübungen für den Patienten.
Anwendungsgebiete der Reflektorischen Atemtherapie sind:
Störung des Atmungssystems wie z.B. Bronchitis, Lungenemphysem, Asthma bronchiale; orthopädische Erkrankungen z.B. M. Bechterew, LWS-Syndrom, Schulter-, Arm- und Nackenproblematiken: Störungen der Inneren Organe, neurologische Erkrankungen, psychosomatische Erkrankungen.
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